Hochbeet bauen

Ein Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile: Der Rücken wird bei der Arbeit entlastet – denn beim Pflanzen und Ernten von Gemüse wie Radieschen, Erbsen, Gurken, Sellerie, Lauch, Kohl, Spinat, Kartoffel oder Tomaten ist kein Bücken nötig. Höher als beim normalen Beet ist auch die Bodentemperatur, was für schnelleres Wachstum und reichere Erträge sorgt. Letztere bleiben in ihrer „erhabenen“ Position sicher vor ungebetenen Gästen wie Schnecken, Wühlmäusen und Co. Willkommen dagegen sind Gartenabfälle: Zerkleinerte Äste, Rasenschnitt und Laub tragen im Zug ihres Verrottungsprozesses zur Wärme und Nährstoffbildung bei – was wiederum die Pflanzen in die Höhe treibt. Sie benötigen auch gar keine große Fläche – selbst auf Balkon oder Terrasse können Sie erfolgreich aus dem Hochbeet ernten! In dieser Bauanleitung erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie ein Hochbeet planen und bauen.

1. Hochbeet planen

Ein Hochbeet können Sie entweder selbst bauen oder Sie greifen auf einen praktischen Bausatz für Hochbeete aus vorgefertigten Elementen zurück. Neben der gewünschten Größe müssen Sie sich hier nur für das Material des Hochbeetes entscheiden. Sie haben beispielsweise die Auswahl aus Holz (z. B. naturbelassene, dauerhafte Lärche), Metall (z. B. Wellblech) oder Recyclingkunststoff. Der Aufbau geht dann – am besten zu zweit – recht schnell. Benötigte Schrauben, Dübel und Zubehörteile sind im Bausatz schon enthalten. Es gibt aber auch Hochbeete, die ganz ohne Aufbau einfach aufgestellt werden können.

Hochbeete aus Holz eignen sich besonders für kleinere Gärten und Terrassen und sind, kreativ bepflanzt, gleichzeitig dekorativer Sicht- und Windschutz. Ebenso leicht zu montieren sind Hochbeete aus Recyclingkunststoff. Entweder sind sie aus einem Guss gefertigt oder werden im einfach zu montierenden Steckprinzip angeboten. Außerdem sind sie absolut witterungsbeständig. Gleiches gilt für Hochbeete aus Metall, die, neben der modernen, hochwertigen Optik, besonders leicht zu reinigen sind.

Hochbeete – Materialvielfalt nach Bedarf

2. Hochbeet Aufbau

Los geht’s mit dem Hochbeet-Bau! Das Frühjahr oder der Herbst sind die beste Jahreszeit, um ein Hochbeet anzulegen, weil jetzt zahlreiche Pflanzenabfälle für die Füllung des Beetes zur Verfügung stehen. An Material benötigen Sie recht wenig: vier Eckpfosten, einige Holzdielen, Edelstahlschrauben, Teichfolie, vier Schwerlastrollen und Siebdruckplatten.

Beachten Sie: Für einen fest verbauten Hochbeet-Bausatz wählen Sie zunächst den Standort aus und markieren die Fläche. Dieser sollte möglichst in Nord-Süd-Ausrichtung liegen und schattenfrei sein. Folgen Sie außerdem den Herstellerangaben zum Aufbau, für Werkzeug und Material.

Nachdem Sie die benötigte Größe Ihres Modells festgelegt haben, geht es ans Zusägen. Dafür ist eine Handkreissäge ideal. Sie schneidet dicke Dielen, Kanthölzer und auch die Siebdruckplatten für die Böden mühelos.

Beachten Sie: Alle Holzelemente vor dem Zusammenbau mit Holzschutzlasur behandeln!

Beginnen Sie mit den beiden kürzeren Seitenteilen: Die im gezeigten Beispiel verwendeten Dielen (Kreativ-Serie) fädeln Sie in die Nuten der Pfosten ein und verschrauben sie anschließend zur Stabilisation mit Bauwinkeln.

Beachten Sie: Die Klappe für den Stauraum (nächster Schritt) vor dem Einfädeln an der Schmalseite unten aussägen.

Im höheren Abteil des Beets integrieren Sie zusätzlich ein Ablagefach: Den Zugang bildet eine Klappe an der Stirnseite, die Sie mit zwei Metallscharnieren anschrauben. So lassen sich im Raum zwischen dem schrägen Beetboden (übernächster Schritt) und der großen Bodenplatte Düngemittel, Gießkanne, usw. lagern.

Nach den kurzen Seitenbrettern werden die langen Dielen in die Pfosten eingesetzt und verschraubt: Bis zum oberen Abschluss des niedrigeren Abteils reichen diese über die gesamte Länge des Beets. Der höhere Bereich wird mit kürzeren Brettern aufgestockt. Zur Abtrennung der zwei Abteile bringen Sie Kanthölzer innen senkrecht an den Längsseiten des Gerüsts an und schrauben darauf passende Dielen fest.

Beachten Sie: Als Auflage für den Boden schrauben Sie außerdem unten rundum Kanthölzer entlang der Dielen an.

Damit sich später auf dem Zwischenboden, der im hohen Abteil das Staufach vom Hochbeet trennt, kein Wasser sammeln kann, wird er leicht schräg eingebaut.

Das niedrigere Abteil kommt ohne Zwischenboden aus. Dafür befestigen Sie auf beiden Schmalseiten Kanthölzer – an einem Ende ein bis zwei Zentimeter höher als am anderen.

An den Längsseiten bringen Sie die Auflagen für den Boden waagrecht in der jeweiligen Höhe an, auf der die schräge Auflage endet. 

Um das Holz des Beets vor Erde und Wasser zu schützen, schlagen Sie die beiden Abteile mit Teichfolie aus. Falten sie für höhere Stabilität oben einmal nach außen (zum Holz hin) um und tackern die Folie am Rand fest.

 

Damit diese Abdichtung nicht zu gut funktioniert und sich im unteren Bereich kein Wasser staut, schaffen Sie mit mehreren Löchern Abhilfe: Auf der Seite mit dem schrägen Boden nur an der tiefen Kante entlang, damit nichts direkt ins Staufach laufen kann. Zum Stechen der Löcher genügt ein Schraubendreher mit Spitze oder eine dicke Ahle. 

Als Sonderausstattung bekommt Ihr neues Hochbeet noch Schwerlastrollen. So bleibt der praktische Mega-Pflanztrog mobil. Die Rollen schrauben Sie einfach direkt unter die Pfosten der Konstruktion. 

Als zusätzliche Arbeitsfläche können Sie an der niedrigeren Schmalseite noch eine kleine Tischplatte anbringen. Sie lässt sich prima aus einem der Dielenreste schneiden. Dank der Montage per Scharnier können Sie Platte herunterklappen, wenn Sie sie gerade nicht benötigen. Ein Klötzchen bildet die Stütze für das ebenfalls mit einem Scharnier angebrachte Tischbein. 

Wie Sie das Hochbeet anschließend befüllen und bepflanzen, erfahren Sie in folgenden Ratgebern:

Kräuterspirale anlegen

An sonnigen Orten mit durchlässigen Böden entwickeln sich die meisten Kräuter am besten. Viele der mediterranen Arten wachsen auch ohne Düngemittel recht gut. Besser gedeihen eine Menge der würzigen, schmackhaften und oft heilsamen Pflanzen aber auf gut vorbereiteten, humosen Böden. Manche Arten kommen auch mit Schatten und mehr Feuchtigkeit zurecht.

Wollen Sie in Ihrem Garten viele verschiedene Kräuter mit unterschiedlichen Ansprüchen an Standort und Boden anbauen und ernten, dann empfiehlt sich der Bau einer Kräuterspirale oder -schnecke: Auf einer markierten Linie bauen Sie eine spiralförmig ansteigende Trockenmauer auf und füllen diese mit Erde an. Eine Sumpf- oder Wasserzone richten Sie nun am besten im Süden der Kräuterspirale ein - beispielsweise am Rand eines kleinen Folienteiches. Reichern Sie hier die Pflanzerde außerdem mit Kompost an. Weiter nach oben mischen Sie immer mehr Sand unter. An der Spitze fügen Sie Kalk hinzu. So entstehen verschiedene Bereiche (Wasserzone, Feuchtzone, Normalzone und Trockenzone), an denen sich die unterschiedlichsten Kräuter wohlfühlen:

  • Kräuter für die Wasserzone: Brunnenkresse, Bachbunge oder Wasserminze
  • Kräuter für die Feuchtzone: Kerbel, Schnittlauch, Schnittknoblauch sowie Petersilie
  • Kräuter für die Normalzone: Koriander, Oregano, Pimpinelle, Portulak, Ysop oder Zitronenmelisse
  • Kräuter für die Trockenzone: Currykraut, Lavendel, Majoran, Salbei oder Thymian

 

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